Reserve - Offizier - Gemeinschaft Oldenburg

Presse

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Zeitung / Herausgeber: NWZ
Datum: 18.10.2012

Israelis wollen Atomwaffen im Iran verhindern


Verteidigungsattaché warnt vor Islamisierung im arabischen Raum



Oldenburg - Israels Geschichte ist geprägt von Auseinandersetzungen mit seinen Nachbarn - und
Bedrohungen für das Land bestehen auch ganz aktuell. Gerade der sogenannte arabische Frühling - im Westen oft als Demokratisierungsbewegung begrüßt - stellt Israel vor neue Probleme. Ägypten und andere arabische Länder erlebten nach den Revolutionen eine „Islamisierung unter dem Deckmantel der Demokratisierung", berichtet Oberst Erez Katz bei einem Vortrag vor der Reserve-Offizier-Gemeinschaft Oldenburg. Durch das Machtvakuum, das der israelische Verteidigungsattaché in Berlin zum Beispiel in Kairo sieht, sei besonders die Sinai-Halbinsel ein Tummelbecken für radikale Kräfte geworden. Ägyptens Präsident Mohammed Mursi habe zwar angekündigt, am Friedensvertrag mit Israel festhalten wollen. „Aber das sehen viele selbst in seiner eigenen Partei anders."


In Syrien richtet Katz sein Augenmerk auf die Nach-Assad-Zeit. Denn das Ende des derzeitigen Regimes sei nur eine Frage der Zeit. Fällt das Land dann auseinander? Gibt es einen Bürgerkrieg? Wer bemächtigt sich der Chemiewaffen der schwankenden Machthaber in Damaskus?


Eine erhebliche Bedrohung sieht Katz in der palästinensischen Hizbollah-Bewegung, die der Verteidigungsattaché als „Divison des Iran an der Grenze zu Israel" betrachtet. Mit hohem Aufwand, so wurde deutlich, versucht Israel, den Waffen-Schmuggel über die Grenze in den Gazastreifen zu unterbinden.


Die zentrale Rolle in den sicherheitsstrategischen Überlegungen Israels spielt der Iran selbst. „Israel wird niemals akzeptieren, dass der Iran über atomare Waffen verfügt", betont der Militärexperte. „Das würde die Verhältnisse in der Region auf den Kopf stellen." Die Bedrohung durch Raketen richte sich nicht nur gegen Israel, sondern auch gegen Europa und andere Regionen, warnt Katz. Sanktionen seien ein gutes Mittel, um den Iran zum Einlenken zu bewegen. Israel werde alles tun, damit der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen komme. Als letzte Möglichkeit ziehe Israel einen Militärschlag in Betracht. „Wir sind auch darauf vorbereitet."





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